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Command & Conquer 3

Tiberium Wars

11.04.2007
Als Fan der kultigen Command & Conquer Serie (und damit ist die offizielle Command & Conquer Reihe gemeint) musste man sich lange gedulden. Seit dem 1999 veröffentlichten Tiberian Sun und dessen Addon „Feuersturm“ wurde es still um die Bruderschaft von NOD und die Global Defensive Initiative (GDI). Nun, nach nunmehr 7 Jahren Funkstille, melden sich die zwei unerschütterlichen Streithähne zurück.
[UPDATE] 18.04.2007

Bis jetzt sind 4 Patches zu Command & Conquer 3: Tiberium Wars erschienen, welche die grössten Fehler ausbessern. Download und Patchnotes findet ihr hier: Zu den Downloads

Willkommen zurück, Commander.

Wer hätte das gedacht. Kane lebt! Das charismatische Oberhaupt der Bruderschaft von NOD ist zurückgekehrt, um den Krieg um das begehrte Tiberium endgültig für sich zu entscheiden und die Weltherrschaft an sich zu reissen.

Die GDI hat die Gefahrenstufe, die von NOD ausgeht, aufgrund des vermeintlichen Todes von Kane auf „niedrig“ zurück gesetzt. Man geht davon aus, dass die Bruderschaft durch innere Machtkämpfe langsam in sich zerfällt....Falsch gedacht!

Home, sweet home

Zu Beginn könnt ihr zwischen zwei Kampagnen mit jeweils 17 Missionen entscheiden. Entweder unterstützt ihr die vermeintlich Guten und tilgt die Bruderschaft von NOD vom Erdboden. Oder ihr schlagt Euch auf die Seite von Kane und stillt seinen unerbittlichen Hunger nach Macht.

Obendrein mischt noch eine dritte Fraktion im Verlauf mit. Die Scrin, eine ausserirdische Rasse, die das Tiberium ebenfalls für sich verbuchen will. Die Kampagne der Scrin kann jedoch erst nach Abschluss der Missionen von GDI und NOD gestartet werden und beschränkt sich auf lediglich vier Szenarien.

Wie auch bei den Vorgängern, verlaufen einige der Einsätze parallel zueinander. Beispielsweisemüsst ihr mit den GDI-Mannen das weisse Haus aus den Fängen der Bruderschaft befreien, unter Kanes Kommando sollt ihr hingegen selbiges halten.

Aus alt mach' neu!

C&C Fans werden sich sofort heimisch fühlen: An der Steuerung des Strategieepos hat sich nichts Grundlegendes geändert. Altbewährte Elemente wurden beibehalten und durch eine Handvoll neue, aber sinnvolle Features erweitert.

Etwa dem Landvermesser der GDI – eine Einheit, die die Basis über die übliche Zone um den Bauhof expandiert. Ganz nützlich, wenn man ein Tiberium Feld entdeckt, das man gerne abgrasen möchte, ohne dabei die langen Fahrzeiten der Sammler in Kauf zu nehmen. Womit wir schon bei einer kleinen Schwäche von Command & Conquer 3 wären.

Die Sammler.....Jeder kennt die Situation aus Tiberiumkonflikt und Tiberian Sun: Ein Tiberumernter fährt eigenmächtig in ein von Gegnern besetztes Gebiet und macht sich trotz starkem Beschuss seelenruhig an den Abbau. An diesem Fehlverhalten hat sich auch in Tiberium Wars nichts geändert.

Ebenso scheitert die KI an altbekannten Problemen. Es kommt es häufig vor, dass die gegnerischen Truppen zwar in die Basis einfallen, aber beim Siegeszug nicht sämtliche Gebäude in Schutt und Asche legen. Resultat: Ein einziges Bauwerk verbleibt auf der Karte, die Mission muss manuell beendet werden. Ein weiterer Kritikpunkt zeigt sich – abermals - bei der Wegfindung der Truppen. Statt um Hindernisse herum zu laufen, bleiben die Einheiten davor stehen.

Auch die viel versprochene Anpassungsfähigkeit der KI ist auf keiner der drei Schwierigkeitsstufen spürbar vorhanden. Sprich: Bei einem Angriff gelang es ohne Probleme, mit einer Horde Mammutpanzer eine feindliche Basis Stück für Stück auseinander zu nehmen, während der Gegner versuchte, die aufgerüsteten Tanks mit Infanteristen in die Flucht zu schlagen. Ein ziemlich trauriges Unterfangen. Das heisst aber nicht, dass das Spiel taktisch anspruchslos ist. Die Missionen sind alle auf einem guten, fairen Niveau angesiedelt.

Packend wie eh und je


In punkto Präsentation lässt Command & Conquer 3 keine Wünsche offen. Die mit echten Schauspielern realisierten Zwischensequenzen im B-Movie-Stil sind stimmig in Szene gesetzt und motivieren von Mission zu Mission aufs Neue. Leider ist die deutsche Synchronisation nicht so gut gelungen. Schauspieler reden, ohne die Lippen zu bewegen, oder bewegen die Lippen, ohne etwas zu sagen! Schade, von der C&C Reihe ist man eigentlich Besseres gewohnt. Für Spieler jenseits der 18 Lenze empfehlen wir den Kauf der Kane-Edition und die Installation in englischer Sprache. Sonst geht durch den „Nerv-Faktor“ ein wesentlicher Teil der Atmosphäre der liebevoll inszenierten Zwischensequenzen flöten.

Das Missionsdesign ist EA bestens gelungen. Mal fröhnt man gemütlich dem Bausisbau und erhält regelmässig Nachschub, mal steht die Verteidigung eines schwer umkämpften Lagers an, mal gilt es, ein Baufahrzeug unter regem Beschuss zu einer praktisch kaputten Basis zu eskortieren, um diese anschliessend wieder auf Vordermann zu bringen.

Hinterhalt oder direkter Angriff?

Jede der drei Fraktionen erfordern unterschiedliche Vorgehensweisen. Während die GDI auf den Angriff mit stark gepanzerten Einheiten setzt, operiert NOD aus dem Hinterhalt und bringt getarnte, jedoch schwach gerüstete Truppen ins Spiel. Die Scrin hingegen konzentrieren sich auf die Teleportation eigener und die gedankliche Kontrolle feindlicher Einheiten. Alles in allem eine gelungene Mischung.

Das Balancing ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht ganz ausgereift. So sind die Scrin noch ein wenig zu stark und die Avatare von NOD – sofern hochgerüstet – kaum zu schlagen. Ausserdem mutet die KI im Singleplayermodus etwas unfair an, da sie sich nicht an Produktionszeiten hält und in Folge dessen alle paar Sekunden frische Infanteristen aus der Kaserne watscheln.

Multiplayer

Auch Multiplayerfreunde kommen voll auf ihre Kosten. Mit maximal 8 Mitstreitern könnt ihr die 20 (in der normalen Edition) mitgelieferten Karten unsicher machen. Durch die hervorragende Grafikengine sehen die Schlaten 1 A aus und machen jede Partie zu einem Erlebniss. Die Balancingschwerigkeiten der Singleplayerkampange wirkt sich leider auch auf den Multiplayerpart des Spiels aus. So können die Scrin mühelos in feindliche Basen teleportieren und auch die Abwehrtürme der Gegner sind für die Scrin kein Hinderniss, dank der Fernangriffmöglichkeit ihrer Einheiten. Hier muss ein Patch Abhilfe schaffen!
MS
 
 
Testsystem 1
Testsystem: Pentium 4 auf 2,0 GHZ, 1GB Ram und einer Radeon 9800 Pro
Auflösung: 1024x768, Terrain, Wasser und Model Details auf minimum. Schatten: aus
Testsystem 2
Testsystem: Pentium 4 auf 2,8 GHZ, 1GB Ram und einer Radeon X800 XL
Auflösung: 1280 x 1024, Terrain, Wasser und Model Details auf Hoch. Schatten: an
Testsystem 3
Testsystem: Core2Duo 6400, 2GB Ram und einer GeForce 8800GTX
Auflösung: 1280x1024 Terrain, Wasser und Model Details auf Ultra hoch! 4X Antialiasing
Fazit!
Mit Tiberium Wars ist EA ganz grosses Kino gelungen. Altbewährtes C&C Feeling gemischt mit der wunderschönen Optik machen unweigerlich klar, dass Command & Conquer trotz harter Konkurrenz immer noch der unangefochtene Strategiekönig ist. Daumen hoch für Command & Conquer 3: Tiberium Wars!
Infobox
Hersteller: Electronic Arts Los Angeles Anzahl Spieler: 1-8
Herausgeber: Electronic Arts Empfohlenes Alter: 16
Genre: Echtzeit-Strategie http://www.ea.com/cc/tiberium/
Downloads powered by RapidShare.com
Beschreibung Dateigrösse Free / Premium
Patch 1.09 (standard Edition Deutsch) 313 MB
Patch 1.09 (Kane Edition Deutsch) 267 MB
Patch 1.09 (English) 263 MB
Patch 1.04 (standard Edition) 47 MB
Patch 1.04 (Kane Edition) 47 MB
Patch 1.05 (standard Edition) 58 MB
Patch 1.05 (Kane Edition) 114 MB
Patch 1.06 (standard Edition) 149 MB
Patch 1.06 (Kane Edition) 137.3 MB
Command & Conquer Demo 1.2 GB