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Enemy TerritoryQuake Wars05.10.2007
Mit Begeisterung haben wir die Multiplayerdemo von Enemy Territory Quake Wars gespielt und wir haben das Potential des Spiels gesehen. Ob die deutsche Verkaufsversion dem positiven Eindruck der Multiplayerdemo gerecht wird, haben wir für euch getestet.
Battlefield oder QuakeWer in seinem Leben je ein Spiel aus der Quake-Reihe gespielt hat (und daran ist wohl keiner vorbeigekommen, welcher gerne Ego-Shooter spielt), dem ist dies wohl bekannt: Spawnen, sterben, spawnen, sterben und zwischendurch einmal ein bis zwei Gegner fraggen. Das glatte Gegenteil davon ist Battlefield. Strategisch komplexere, teambasierte Kämpfe mit verschiedenen Klassen. Splash Damage hat mit Enemy Territory: Quake Wars versucht, diese beiden Welten miteinander zu verbinden.
GDF vs. StroggIn Enemy Territory: Quake Wars kämpfen die verhassten Erd-Invasoren, die Strogg, gegen die Global Defense Force (GDF) auf insgesamt 12 Karten, welche in 4 Kampagnen mit je 3 Missionen unterteilt sind. Auf jeder dieser 12 Karten gibt es ein Angreifer-Team und ein Verteidigungs-Team. Die Angreifer starten in einem relativ kleinen Territorium und müssen sich durch die feindlichen Linien hindurch kämpfen. So müssen beispielsweise Brücken gebaut werden, damit unsere mobile Raketenstation darüber hinwegfahren kann, oder ein Hacker muss eine Einrichtung des Gegners sabotieren. Sobald ein Missionsziel für die angreifende Gruppe erfüllt ist, wird deren Territorium und der Spawnpoint ein Stück nach vorne verlegt. Genauer gesagt in die ehemals „feindliche Zone“.
Die KlassenLogischerweise haben sich die Klassen seit unserer Preview von letzter Woche nicht geändert. Deshalb in gleicher Form, für alle die, die es verpasst haben:
Beide Teams haben die selbe Klassenaufteilung, auch wenn diese bei den Stroggs teilweise anders heissen. Wir haben die Soldaten-Klasse, welche mit Maschinengewehr, Raketenwerfer, Shotgun oder einer Minigun daherkommt. Nebst seiner Fähigkeit als bester „Fragger“ kann der Soldat auch Missionsobjekte sprengen. Selbstverständlich gibt es auch in Enemy Territory: Quake Wars die „Medic“ Klasse. Er ist mit einem Sturmgewehr oder einer Shotgun ausgerüstet, verteilt verwundeten Kameraden Medipacks, oder belebt gefallene Kameraden. Wird jedoch ein Teammitglied von einer Granate getroffen oder einem Panzer überrollt, kann auch der Medic nichts mehr machen. Der Ingenieur hingegen kommt mit einem Sturmgewehr oder einem Granatwerfer daher und kann in gesicherten Gebieten Anti-Personen oder Anti-Fahrzeug-Geschütze aufstellen. Neben seinen defensiven Fähigkeiten ist der Ingenieur auch dazu da, beschädigte Fahrzeuge zu reparieren. Die vierte Klasse ist der Aufklärer. Er stellt Radartürme auf oder befehligt mittels Rauchgranate Luftschläge gegen bestimmte Positionen. Es ist immer ein Vorteil ein von einem Feind besetztes Gebiet erst mit einem Luftschlag auszulöschen, bevor man mit den Fusssoldaten das Gelände stürmt. Dazu kann er mit eigens positionierten Artilleriegeschützen Artillerieschläge anfordern, was jedoch eine kurze Zeit dauert. Die fünfte und letzte Klasse ist der Sniper, der sich zwischen einem Mehrfachschuss-Gewehr und einem Einschuss-Scharfschützengewehr entscheiden kann. Er nimmt Feinde bereits aus hoher Distanz aufs Korn und hält dem eigenen Team so unliebsame Überraschungen von hinten vom Hals. Seine sekundäre Fähigkeit ist das Hacken, wie in der Demomission beispielsweise der Schildgenerator, der gehackt werden muss. Der Scharfschütze eignet sich auch bestens als verdeckter Aufklärer, da es ihm möglich ist, die Identität seiner Feinde anzunehmen, und so unbemerkt hinter die feindlichen Linien zu schleichen. Jedoch verfällt diese Tarnung, sobald der Scharfschütze eine Hack-Aktion oder einen Angriff ausführt. Etwas ist uns seit der Demo bei den Klassen jedoch noch aufgefallen. So kann der Techniker, welcher quasi als „Medic“ bei den Stroggs fungiert, gefallenen GDF-Kämpfern eine Art Aussenskelett umlegen, wodurch der GDF dann als Wirt oder Spawn-Punkt für die Strogg-Kameraden dient. Dafür braucht der Techniker länger, um gefallene ausserirdische Kumpane wiederzubeleben. Die passende WahlVor jedem Spawn wird im Auswahlmenu der Klassen und Spawnpunkte eine bestimmte Klasse durch eine Sternmarkierung hervorgehoben. Dies bedeutet dass diese Klasse erforderlich ist, um das aktuell wichtigste Missionsziel voranzutreiben. So ist beispielsweise wenn der Bau einer Brücke ansteht der Ingenieur markiert, wenn Sprengsätze gelegt werden müssen die Soldatenklasse und wo etwas gehackt werden muss, braucht es einen Sniper. ETQW macht vor allem dann Spass wenn man, nur schon mit einer kleinen Grupper von etwa 3 Spielern, gezielt vorgeht und die Klassen ebenso gezielt auswählt. Steht das Hacken eines sogenannten „Schildgenerators“ an, macht man sich vorzugsweise mit einem schwer bewaffneten Soldaten, einem Sniper und einem Medic dorthin auf den Weg. Während der Soldat unliebsame Gegner aus dem Weg räumt, verteilt der Medic reihenweise Medi-Packs und setzt hin und wieder seinen Defibrillator ein, um seine gefallenen Kampfgenossen wieder auferstehen zu lassen. In der Zwischenzeit hackt sich der Sniper mit seinen High-Tech Gerätschaften in den „Schildgenerator“.
Die MapsDie Maps in Enemy Terretory Quake Wars präsentieren sich dank der mit der 'MegaTexture' aufgebohrten Doom 3 Engine schön designt. Sogar die Aussenlandschaften (eine grosse Schwäche der vor drei Jahren entwickelten Engine) sehen prächtig aus. Sonderbarerweise sehen gerade die Innenlevels (eigentlich eine Stärke der Engine) triste und schlampig aus. Trotz all dem bietet Quake Wars viel Abwechslung im Leveldesign. So führt uns das Programm von verschneiten Winterlandschaften durch sandige Canyons und wieder zurück ins gemilderte Klima von Nord Amerika. Die Maps sind alle gut durchdacht und designt. So haben die Angreifer stets mehrere Möglichkeiten, hinter die feindlichen Linien zu gelangen. Wenn das Teamspiel gut funktioniert, muss das verteidigende Team auf Trab sein, um die Invasion abzublocken.
Fahr- und FlugzeugeQuake Wars wartet mit einem grossen Angebot an Land-, Luft- und Wasserfahrzeugen auf uns. Wobei sich letzteres nur auf die MG-Boote der GDF beschränkt. Ansonsten gibt es auf beiden Seiten Flugobjekte (GDF Hubschrauber, Strogg Raumschiffe) und Fahrzeuge. Was bei der GDF der Panzer ist, ist auf der Seite der Strogg ein riesengrosser Mech. So hat jedes Gefährt seinen Gegenspieler auf der anderen Seite.
Revolutioniert ETQW das Team-Shooter Genre?Diese Frage muss eindeutig mit NEIN beantwortet werden. Und trotzdem legt ETWQ die Messlatte im Bereich der Team-Shooter ziemlich hoch. Die gelungene Mischung aus Teamplay und schneller Action ist für alle die da, die mit reinen Taktik-Shootern noch nie etwas anfangen konnten, aber doch nicht nur auf stupides Fraggen aus sind. Teamplay steht hier klar im Vordergrund.
Grafik und SoundWie in der Preview schon erwähnt, kann ETQW nicht mit aktuellen Grafikwundern mithalten. Aber das muss gar nicht sein. ETWQ präsentiert sich genau so wie es sein sollte. Jedoch muss noch ein kleiner Abschnitt über die Synchronisation von ETQW abgehandelt werden. Es sei gesagt, dass die deutsche Synchronisation keinen Orden verdient hat. Die Commands ,die in der englischen Version noch richtig Klasse und ernst klingen, sind in der deutschen Sprachausgabe einfach lächerlich. Teilweise hört es sich so an, als ob eine Computerstimme relativ emotionslos Wörter an einander reiht.
MS
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