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Deutscher Entwicklerpreis200714.12.2007
Mit einer beeindruckenden Beschallung, Rauch- und Lichteffekten wurde der deutsche Entwicklerpreis in der Lichtburg in Essen eingeleitet. In kollegialer Atmosphäre wurden Kontakte ausgetauscht, Hände geschüttelt und an zahlreichen Getränken genippt. Ein angenehmer Abend in einem ebenso angenehmen Ambiente, der manchem Entwickler erfreulich in Erinnerung bleiben dürfte.
Eine politisch anmutende Rede leitete den Hauptevent ein. Wieder einmal wurde die Thematik von Gewalt in Computerspielen aufgegriffen und im gleichen Zuge forderte man die Kritiker auf, nicht immer wieder Medien wie Musik, Filme oder eben insbesondere Spiele für gewalttätige Auseinandersetzungen unter Jugendlichen und dergleichen verantwortlich zu machen. Eine erfreuliche Botschaft war vor allem, dass Spiele von der Europäischen Union endlich als Kultur anerkannt wurden. Viele eingängige und witzige Reden wurden von den Preisverleihern gehalten und insgesamt herrschte eine freundschaftliche, lockere und behagliche Stimmung.
Um die 900 Persönlichkeiten der Spiele-Branche, darunter Entwickler, Publisher, Redakteure und andere Vertreter und Interessierte unseres bevorzugten Mediums, waren dieses Jahr mit von der Partie. Waren es letztes Jahr noch 620 Besucher, was 2006 den neuen Rekord markierte, wurde diese Höchstzahl an Besuchern in diesem Jahr locker überboten. Wo man hinblickte, fand man lachende Gesichter, aufgeregte Entwickler und aufreizende Damen, die sich als Werbeträger diverser Firmen in Pose warfen. Natürlich konnte der geneigte bzw. süchtige Zocker auch Hand an aktuelle PC oder XBOX 360-Spiele legen. Ein toller Service, eine stimmungsvolle Show und viele nette Leute rundeten das positive Erlebnis ab.
Eine kleinere Panne gab es jedoch auch. Plötzlich tönte es aus den Lautsprechern der Halle, man solle doch bitte das Gebäude aufgrund eines technischen Defekts verlassen. Sehr gemächlich, amüsiert und keinesfalls panisch oder gestresst verliessen die meisten Besucher das Gebäude und wurden draussen mit der bitteren Kälte konfrontiert. Einige Besucher erlaubten sich den Scherz, gewisse Leute, die den Event nach München holen wollen, hätten das Ganze angezettelt. Die Feuerwehr und die Polizei tanzten an und bald stellte sich heraus, dass der viele Rauch, der bei der Show produziert wurde, die Ursache des Problems war. Nach kurzer Pause an der frischen Luft strömten die Besucher wieder zurück in den schmucken Kinosaal.
Nun zum Kern der Sache. Diverse Spiele aus den verschiedensten Genres und mit den unterschiedlichsten Zielgruppen waren nominiert. Auf der offiziellen Website der Veranstaltung können sämtliche Nominierten und Gewinner eingesehen werden. Hier nun eine Auflistung der mit Fachpreisen ausgezeichneten Spiele und deren Entwickler:
Bestes deutsches Mobile Game: Blades & Magic entwickelt von FISHLABS Entertainment GmbH
Bestes deutsches Kinderspiel: Simon the Sorcerer 4 entwickelt von Silverstyle
Bestes deutsches Jugendspiel: Crazy Machines 2 entwickelt von Fakt Software GmbH
Bestes deutsches Handheld Game: Anno 1701 – Dawn of Discovery (DS) entwickelt von keen games GmbH & Co.
Bestes Interface: Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs entwickelt von Blue Byte GmbH
Beste Cutscenes / Intros: Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs entwickelt von Blue Byte GmbH
Beste Story / Spielewelt: Jack Keane entwickelt von DECK 13 Interactive GmbH
Bestes Game- / Leveldesign: Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs entwickelt von Blue Byte GmbH
Bester Soundtrack / In-Game Sound: Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs entwickelt von Blue Byte GmbH
Beste Spiele-Grafiken: Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs entwickelt von Blue Byte GmbH
und zu guter Letzt (wer hätte es gedacht...):
Bestes deutsches Spiel 2007: Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs entwickelt von Blue Byte GmbH
Ganz klar, die Leute von der Blue Byte GmbH waren die grossen Abräumer mit ihrem beliebten Wusel-Strategie-Spiel 'Die Siedler – Aufstieg eines Königreichs'. Mit sieben Nominierungen und sechs gewonnenen Preisen stahlen sie so ziemlich jedem die Show. Aber das verwunderte und ärgerte eigentlich niemanden, denn schliesslich ist das Spiel auch international vertrieben und vorwiegend gut bewertet worden.
EB
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