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Frets on Fire06.02.2008
Frage: Was läuft falsch, wenn Spieleredakteure die Tastatur wie eine Gitarre in den Fingern halten?
Antwort: Nichts. Klingt komisch – ist aber so! Ich hätte es nicht installieren dürfen. Nun – installieren eigentlich schon. Spielen sicherlich auch, aber ganz bestimmt nicht vor den Augen der Kollegen. Es kommt ja keinem in den Sinn, das Spiel auf dem eigenen Rechner zu installieren. Die Install-Routine liegt ja auf dem Netzwerkserver. „Darf ich auch mal“, „Ich möchte auch mal“. Ich musste richtig darum kämpfen, wieder an meinen Rechner zu können. Moment mal? Ein Spiel, das jeder spielen will, auf mehreren Rechnern? Multi-Lizenz? Spiele-Redaktions-Vorteil oder einfach Raubkopie? Alles falsch. Es handelt sich hier um das Open-Source Projekt „Frets on Fire“, das dem kostenpflichtigen grossen Bruder „Guitar Hero“ kräftig Dampf unterm Hintern macht. Das Prinzip von Frets on Fire ist das gleiche wie bei Guitar Hero. Die zu spielenden Noten des Musikers erscheinen als Punkte auf einem zum Takt korrekt laufenden Griffbrett. Dabei sind die Tasten F1 bis F5 eure „Saiten“ Die korrekte Saite drücken und per Entertaste den Ton anschlagen. Klingt relativ simpel, habt ihr aber die „richtigen“ Songs in eurer Bibliothek, ist das ganze eine schweisstreibende Angelegenheit. Richtige Songs? Könnt ihr euch an unsere News erinnern? „Eigene Songs in Guitar Hero 3“? Ein Traum für jeden Rock-Freak. Doch was Guitar Hero vielleicht bald kann, kann Frets on Fire schon lange. Die riesige Community rund um Activision-Klon bastelt nämlich eifrig an Songumsetzungen, die ihr herunterladen könnt. Damit ist für jeden sicher etwas dabei. Von Funk über die 60ies zu Black-Metal. Alles findet seinen Platz in Frets on Fire. Da kann man nur sagen: Rock on! MS
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