Pingus
20.05.2008
"So - wer schon auf der Welt war als das erste "Lemmings" erschien, möge die Hand heben.......Ah ja - ich sehe ein paar vereinzelte Hände. Dann anders herum. Wer Lemmings kennt, hebt die Hände..........schon besser. Fast die ganze versammelte Mannschaft. Das freut einen natürlich. Aber ist ja klar - an Lemmings kommt man nicht vorbei."
Eine bahnbrechende Erfolgsgeschichte. Was als Beweis von sauberen 8x8 Pixel-Animationen anfing, endete in einer Spielelegende - und das Spielprinzip findet auch heute noch grossen Anklang. Unzählige "Lemmings-Klone", ob gratis oder nicht, kursieren im Internet. Eine OpenSource-Version sticht aber besonders heraus. Machen wir das ganze mit Hände heben also erneut!
"Wer weiss, wer oder was sich hinter dem Namen "Tux" verbirgt, hebt die Hand...........ein paar OpenSource-Freaks sind also anwesend. Sie da...ja sie in der dritten Reihe mit dem schwarzen Rollkragen-Pullover (bei der Hitze) - wer oder was ist denn Tux genau?" "Das Linux-Maskottchen - ein knuffiger Pinguin, der wahlweise als Linux-Fahnenträger oder als fraglustiger Quake-Pinguin bekannt ist."
Pingus, aktuell in der Version 0.7.2, ist zwar auch einer der unzähligen Lemmings-Klone. Qualitativ hebt er sich aber in zwei Punkten von den übrigen ab. Erstens kommt er relativ nahe ans Original heran und zweitens sehen die Entwickler selbst, das Projekt mehr als Hommage an Lemmings als etwas anderes. Die Jungs hinter Pingus kommen nämlich aus der OpenSource-Szene. Logischerweise jagen diese hundertschaften von kleinen Tuxen in die Luft - statt die bekannten Lemminge. Unter den fleissigen Artiksbewohnern gibt es verschiedene Klassen. Digger, Basher, Bomber, Blocker, Jumper, Miners und was man sonst noch alles so braucht um sich durch die teilweise kniffligen Levels zu "buddeln". Das Prinzip ist schnell erklärt. Mehrere Pinguine "fallen" aus einem Loch und müssen sich einen Weg durch einen Hindernissparcour bahnen. Dazu muss der Spieler die Pingu-Fähigkeiten einsetzten. Ab einer gewissen Höhe, überleben beispielsweise nur die "Fallschirm-Pingus" den Sturz in die Tiefe. Das Ziel jedes Levels ist es, eine gewisse Anzahl an Tuxen sicheren Ausgang zu bringen. Dass einige Märtyrer dabei ihr Leben lassen müssen weiss der Kenner schon aus Lemmings. Alle anderen wissens jetzt ;)
Aber nicht nur wegen des bewährten Spielprinzips ist Pingus einen Download Wert. Ein mitgelieferter Map-Editor erlaubt es den Bastlern unter euch, eigene Maps für euch selbst und eure Freunde zu bauen. Dass damit der langzeit Spielspass damit gewährleistet ist, muss wohl nicht mehr erwähnt werden.
MS
| Conclusion
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| Alle die meine Berichte lesen, haben wohl schon erkannt, dass ich trotz der redaktionsinternen Bezeichung als "Grafik-Hure", gerne ab und an den alten C46, Amiga oder DOS-Spielen hinterher trauere. Aus einem guten Grund: die Games sahen zwar nicht so hammermässig aus wie heute, aber Spass gemacht haben sie allemal. Teilweise mehr als heutige hochglanz-Produkte - die Entwickler konnten sich dabei nämlich auf das Wesentliche konzentrieren. Auf den Spielspass. Die Jungs hinter Pingus haben das gemacht. Ich würde sagen: 10 von 10 Punkten für kurzweiligen Retro-Spass. |