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Kung Fu Panda

das Spiel

01.07.2008
Als vor ein paar Monaten ein niesender kleiner Panda die gesamte YouTube-Zuschauerscharen begeisterte, war der Wahn um die kuscheligen Bambusfresser kaum aufzuhalten. Die Dreamworks Animation-Studios haben das wohl bereits im Vorraus erkannt und einen CGI-Film, um einen schlagwütigen Panda produziert, der in den ersten 19 Tagen bereits 230 Millionen Dollar eingespielt hat. Klar dass da die Franchise ausgelutscht werden muss. Wir haben das offizielle Spiel zum Film für euch getestet.

 

Ja, die Filmumsetzungen. Eines meiner Lieblingsthemen, denn da kann ich mich so richtig über schlechte Qualität auslassen. Die einzigen Ausnahmen bilden da für mich, das etwas ältere "Reservoir Dogs" und das brandneue "Das Bourne Komplott". Kung Fu Panda reiht sich da etwas mittig ein, gehört aber ganz klar zu den etwas besseren Filmspielen, wenn man auf die Zielgruppe achtet.

 


Die Frage, die ganz weit vorne steht, ist doch eigentlich ganz klar. Wer um alles in der Welt kommt auf die bekloppte Idee, einen schwabbeligen Panda als Kung-Fu-Helden einzusetzen? Da wäre doch ein agiler, schneller Panter oder Tiger oder was weiss ich, viel angemessener. Aber nein – man hat sich für den Panda entschieden. Gut, was der Charakter an körperlicher Unpässlichkeit einbüsst, macht er mit netten kindergerechten Sprüchen wieder wett. Denn eines ist ganz klar – Kung-Fu-Panda richtet sich an ein jüngeres Semester.

 

Was ist denn in dem Spiel eigentlich zu tun? Im Prinzip handelt es sich bei Kung-Fu-Panda um nichts anderes, als ein simples Jump & Run Spiel. Ein sehr simples. Ihr steuert euren schwarzweissen Helden durch, für die Wii, schön gestaltete aber lineare Maps, und löst verschiedenste Geschicklichkeits-Aufgaben. Ob ihr da in einer bestimmten Zeit ein paar Dummys vermöbeln müsst, die an ganz verzwickten Orten auf euch warten, oder ob ihr Baby-Schildkröten aus den Fängen fieser Krokodile befreit – die Missionen sind nett inszeniert. Das blöde daran ist nur, dass sich der Missionsablauf wie ein Ei dem anderen ähnelt. Auftrag bekommen, Prügel- und Hüpfeinlagen lösen, Ende.

 

Die Steuerung, die selbstredend mit einigen Wii-spezifischen Funktionen aufwartet, funktioniert auf den ersten Blick relativ gut. Auch die immer wieder „zentrierbare“ Kamera macht ihre Aufgabe recht annehmbar. Der aus der Familie der Bären stammende Held „Po“ (wer kommt auf so idiotische Namen?) hat auch einige Angriffstaktiken auf Lager, die euch in netten Tutorials beigebracht werden. Das Problem hier ist schnell beschrieben. Wo es in den Übungsaufgaben noch von Nöten ist, gewisse Dummys mit der gewünschten Schlagart zu erledigen, lassen sich im eigentlichen Spiel 99% der Gegner mit simplem „Ich-hack-auf-den-B-Button“-Attacken erledigen. Die Kombos sind nur sehr selten wirklich „sinnvoll“.

 

Auf grafischer Seite sieht Kung-Fu-Panda, jedenfalls für ein Wii Spiel – gut aus, hat aber nicht selten mit komischen spielerischen Gliches zu kämpfen, die mitunter die recht langen Hüpfeinlagen frustrierender gestalten können, als es wohl die Absicht der Entwickler war. soundtechnisch hat man sich, soweit ich das beurteilen kann, den originalen deutschen Synchronisten bedient, was angenehm ins Gewicht fällt, zumal der Film erst ab morgen in den Kinos zu sehen ist.
MS
 
 
Conclusion
Kung-Fu Panda „Po“ macht im Prinzip alles richtig. Knuffige Animationen, den Bezug zum Film und die Vertonung sind auf höherem Niveau, als man es sonst von Filmumsetzungen gewohnt ist. Das Spiel ist aber trotzdem nur für ein jüngeres Publikum oder beinharte Animations-Film-Fans geeignet.
Infobox
Developer Luxoflux Number of Players 1-4
Publisher Activision Recommended Age 7+
Genre Jump & Run http://www.kungfupandagmae.de/