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LEGO Indiana Jonesdie legendären Abenteuer
09.06.2008
Ob der Untertitel "die Legendären Abenteuer" wohl gewählt ist, dass in einem halben Jahr "LEGO Indiana Jones - alle Abenteuer" erscheinen kann, ist fraglich. Aber bevor ich mir den Kopf über eine LEGO-Spiele-Umsetzung von "Königreich des Kristallschädels" Gedanken mache, hab ich mich durch die ersten drei Abenteuer des allseits beliebten Archäologen gepuzzelt.
Ich werde mich jetzt hüten, wieder die LEGO Star Wars-Vergleiche zu bringen. Das hab ich schon in meiner Preview zu LEGO Indiana Jones gemacht – muss also nicht nochmal sein. Klar ist das Spielprinzip 1:1 aus den LEGO-Spielen die ich nicht mehr nennen will kopiert, aber wen störts? Mich nicht – Spielprinzip kopieren, wenns dann noch von der gleichen Firma kommt, ist völlig legitim.
Gut – das muss ich schon erwähnen. LEGO Indiana Jones ist nicht perfekt. Leider nicht. Aber jeder Action-Adventure, Jump & Run- oder auch Indiana Jones-Fan kommt nicht um das Spiel herum. Ihr schlüpft in die Rolle des legendären Schatzbuddlers aus den Vereinigten Staaten und reist mit ihm an die bekannten Schauplätze der Blockbuster „Jäger des verlorenen Schatzes“, „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“. Dabei sind Filmvorbilder, die im Spiel einen extrem hohen Wiedererkennungswert haben, sofern man die Filme kennt – bestens portiert. Dabei gilt die eiserne Regel: Jeder Film ist in 6 Levels unterteilt. Jeder Level wird euch jeweils 10 – 15 Minuten unterhalten.
Das Ziel des Spiels ist simpel. Indy und seine Kumpane müssen sich durch die Levels rätseln, schlagen, hüpfen, schwingen, krabbeln – und was sie halt sonst noch alles so können. Dabei besteht das Level-Design aus einer Mischung aus „Real“ und „LEGO“. Viele Pflanzen, Bäume, Konstruktionen und Fahrzeuge sind komplett in LEGO gehalten – die meisten LEGO-Elemente davon sind auch zerstörbar. Holzt ihr etwas zusammen erhaltet ihr LEGO-Münzen, die es aufzusammeln gillt. Habt ihr eine bestimmte Anzahl an LEGO-Münzen eingesammelt, seid ihr ein „richtiger Abenteurer“. Auswirkungen aufs Spiel hat das aber keine. Nur auf die Wertung, die ebenfalls in Form von LEGO-Geld ausgegeben wird. Nach jedem Level gibt es urkomische Zwischensequenzen – selbstverständlich auch alle im LEGO-Stil gehalten. Die Charaktere reden dabei zwar nicht, sondern geben nur ein LEGO-Gebrabbel von sich. Wer also die Filme nicht kennt, wird Mühe haben, der Story zu folgen. Aber dass es da draussen jemanden gibt, der Indiana Jones nicht kennt – daran wage ich fast nicht zu glauben.
Die Rätsel in LEGO Indiana Jones sind meist einfach gehalten. Die Lösungen sind immer im selben Raum zu finden. Der Clou; Indy hat immer einen – zum Film passenden – Kollegen dabei, über den der Spieler jederzeit die volle Kontrolle übernehmen kann. Jeder Charakter hat dabei andere Spezialfähigkeiten und Eigenschaften. Während Indy im Umgang mit der Peitsche geschickt ist und sich somit über Abgründe schwingen kann, hat Salah immer eine Schaufel dabei. Papa Jones – der Akademiker – hat ein Buch zur Übersetzung von alten Schriftzeichen in der Hosentasche. Die Frauen können sehr hoch springen und der kleine Shorty...äh....MISTER Short Round kann durch kleine Luken in den Wänden krabbeln. Das Wechseln zwischen den Charakteren ist unumgänglich – da müsst ihr zum Beispiel mit Salah etwa eine Plattform aus den Boden buddeln, die Indy danach Benutzen kann um mit seiner Peitsche über einen Abgrund zu gelangen. Drüben angekommen kappt er eine Liane um den Weg für Salah frei zu machen. Die KI, die den Char den ihr nicht gerade steuert, übernimmt ist zwar nicht schlecht, steht aber teilweise dämlich im Weg herum, verdeckt euch die Sicht oder macht sonst was Unsinniges. Ich kann euch sagen; am meisten Spass macht LEGO-Indy nämlich im Koop-Modus mit einem Freund. Leider geht das weder über XBOX-Live, PSN oder auf dem PC über Internet. Das geschieht nur an einer Konsole oder auch einem PC. Aber auch das Spiel im Koop-Modus zu spielen bringt einige Mängel von LEGO Indiana Jones ans Tageslicht. Die Kamera-Position stellenweise sehr schlecht gewählt, so dass Hüpf-Einlagen schnell frustrierend sein können.
MS
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